Zielgruppe unseres Projektes

Kinder im Elementarbereich ab 3 Jahren bis hin zum Alter von 14 Jahren sind die Zielgruppe unseres Projektes „Das kunterbunte Spielmobil“. Die Materialien und Spielideen sind altersgerecht und werden entsprechend von zwei Fachkräften angeleitet.

Inhalte und Ziele des Projektes

Kindliches Spielen ist die ursprüngliche Form des Lernens und fördert die Entwicklung der Wahrnehmung, der Gesundheit, der Persönlichkeit, der sozialen Kompetenzen und der kognitiven Fähigkeiten.

An zwei Vormittagen bieten zwei Trainer/ innen Kindern mit einem großen Fundus voller Materialien, alten, neuen und einfachen Spielideen, die Möglichkeit, unter Anleitung eine Vielzahl freier und kreativer Spiele kennen zu lernen und zu erleben.

Eltern, Lehrer/ innen und Erzieher/ innen werden in das Projekt mit einbezogen und sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.

Die Inhalte und Ziele lassen sich in vier Kategorien unterteilen:

  • Körper – Erfahrungen: seinen Körper wahrnehmen und erleben, kennen lernen, mit ihm                                                    umgehen können sowie lernen, sich selbst einzuschätzen, Gefahren                                              erkennen und entsprechend handeln.

  • Material – Erfahrungen: spielerisch räumliche und materielle Umwelt erfahren, mit ihr umgehen                                          und sie kreativ verändern können.

  • Sozial – Erfahrungen: mit anderen über Bewegung kommunizieren, miteinander umgehen                                               lernen, das soziale Handeln der Kinder fördern.

  • Sinnes – Erfahrungen: steigern die Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn und sind elementar                                        für die intellektuelle Entwicklung, wichtig für die Einschätzung von                                                  Gefahren.

Durch die spielerischen Erfahrungen in der Gruppe wird die Eigentätigkeit des Kindes sowie die Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit gefördert. Freies Spiel ist das ursprünglichste Kommunikationsmittel der Kinder.

Folgende Materialien und Spielideen kommen zum Einsatz:

Gummitwist und Durchführung, Brummkreisel, Wolle- und Fadenspiele, Diavolos, Stelzen, Naturmaterialien, Singspiele, Fingerspiele, Murmelbahnen aus verschiedenen Materialien und vieles mehr…

Warum ist das freie Spielen für Kinder so wichtig?

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 30.7.2014

Kindergerechtes freies und kreatives Spiel fördern

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Eltern und Pädagogen, Kindern mehr Recht auf freies, möglichst selbstbestimmtes und kreatives Spiel und Selbsterfahrung einzuräumen. Ziel muss es sein, die Angst vor kleineren Verletzungen zu nehmen, die durch das kreative, ausgelassene Spiel entstehen können. Eltern und Pädagogen sollten den Mut haben, den Kindern Freiräume zu lassen, die keine großen Risiken in sich bergen aber Grenzerfahrungen ermöglichen.

Um die Kreativität von Kindern herauszufordern, müssen Spielorte Gestaltungsfreiheit zulassen, damit sich die Spielmöglichkeiten und Bewegungsabläufe flexibel und individuell entfalten können. Der Spielraum sollte Veränderbarkeit zulassen, damit sich das Spielen immer wieder neu erfinden kann.

Oft hindert das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis der Eltern Kinder daran, sich kreativ austoben zu können. „Das selbstständige Bauen und Konstruieren, die Erprobung und das Experimentieren vermitteln die Fähigkeit, Risiken einzuschätzen. Beim Spielen gehört auch dazu, dass Kinder ihre Grenzen erfahren. Nicht unbedingt das Fernhalten von jedem Gegenstand, der bei unsachgemäßem Umgang gefährlich werden kann, sondern gerade die Erziehung des Kinder zu verantwortungsbewusstem Umgang mit einem solchen Gegenstand und dessen Nutzung ist häufig der bessere Weg, das Kind langfristig vor größeren Schäden zu bewahren. Denn Fallen lernt man nur durch Fallen. Jedes Kind hat das Recht auf eine eigene Beule, solange es sich um ein kalkulierbares Risiko handelt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Es fehlt vielen Kindern heutzutage die Möglichkeit, ihre Spuren zu hinterlassen. Aber das ist ganz wesentlich für ihre Entwicklung. Kinder leben derzeit in einer Welt, in der ihre gesamten Erlebnisse bewertet und abgeheftet werden, von der Kita bis zur Schule. Wissenschaftler sprechen inzwischen von einer sozioemotionalen Kompetenz, die sich nicht mehr ausprägt. Kinder wissen sehr wenig über sich selbst, sie haben weniger Zutrauen. Wenn man ein Baumhaus oder einen Staudamm baut, verschafft einem das Selbstvertrauen. Kinder heute sind zerbrechlicher, weil sie schwerer innere Stärke entwickeln können. Hier müssen die Erwachsenen wieder mehr Kindheit zulassen!“ so Hofmann weiter.

Bereits seit der Gründung 1972 widmet sich das Deutsche Kinderhilfswerk der Spielplatzsituation in Deutschland und sensibilisiert mit dem „Weltspieltag“ jährlich mit bundesweiten Aktionen für das in der UN-Kinderrechtskonvention verankerte Recht auf Spiel.