Tragfähige und dauerhafte Maßnahmen gegen Gewalt können auch nicht erst dann einsetzen, wenn etwas geschehen ist, denn Einstellungsveränderungen können nur über längere Prozesse erzielt werden.

Die Schule ist ein wichtiger Ort menschlicher Sozialisation. Einen großen Teil ihrer Lebenserfahrungen machen Kinder und Jugendliche in der Schule. Die meiste Zeit des Tages verbringen Schüler hier, lernen sich in Gruppensituationen zurechtzufinden und sehen sich in vielfältiger Weise mit der Erwachsenenwelt konfrontiert. Der Ort SCHULE bietet sich von daher ganz besonders für eine gewaltpräventive Jugendsozialarbeit an.

… Lernen, miteinander besser umzugehen, sich einander besser zu verstehen, zuhören, was der andere meint, diskutieren, ohne dabei zu streiten, einander helfen, wenn man in Not ist… . Mit dem Training für Schulklassen möchten wir einen Beitrag zu einer produktiven und angenehmen Lern- und Lebenssituation in der Schulklasse leisten. Die Lehrkräfte werden immer häufiger mit den sozialen Schwierigkeiten von Schülern konfrontiert, deren Verbesserung seitens der Eltern nicht selten und wie selbstverständlich an die Institution Schule abgegeben wird. Mit dem Training sollen die Schüler/ innen altersangemessen zu einem neuen Wir- Gefühl begleitet werden.

Warum soziales Kompetenztraining?

Konflikte sind etwas Normales im Zusammenleben der Menschen. Sie sind ein wichtiges Signal, dass etwas nicht stimmt und bieten die Chance zu Entwicklung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen.

Gewalt ist meistens das Ergebnis von Konflikten, nicht die Ursache.

Dieses Sozialabenteuer ist ein Trainingsseminar für Schulklassen zur Steigerung einer produktiven und sozialen Interaktion. Die Schüler/ innen haben die Möglichkeit, sich in ihrer individuellen Rolle in der Klasse spielerisch zu entdecken und von einer positiven Gruppendynamik gestärkt zu werden.

Zielgruppe des Sozialen Kompetenztrainings

Die Zielgruppe des Sozialtrainings sind Schüler/ innen einer Schulklasse im Alter von sechs bis sechzehn Jahren. Wir fokussieren eine jeweilige Schulklasse, weil sie einen sicheren und überschaubaren Rahmen für die Schüler/ innen bietet und gruppendynamische Prozesse intensiver begleitet werden können. Die Gruppe bietet die Grundlage für das Lernen sozialer Kompetenzen.

Das Training unterstützt das soziale Lernen und soll die individuellen sozialen Kompetenzen stärken. Dabei achten wir auf Verhaltensfertigkeiten, die sich z.B. positiv auf Konfliktlösungsstrategien auswirken. Wir möchten mit dem Seminar aber auch insbesondere Schüler/ innen ansprechen, die sich in der Klasse in vielen Situationen verunsichert und eingeschüchtert verhalten. Daher ist das Sozialtraining nicht nur ein Training zur Gewaltprävention, sondern schult auch Verhaltensweisen, die zu einem selbstsicheren und selbstbewussten Agieren führen kann.

Der/ die Klassenlehrer/ in als Kooperationspartner/ in

Die Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler sollte geprägt sein durch ein respektvolles, wertschätzendes Miteinander und ist eine der wichtigen Säulen für erfolgreiches schulisches Lernen.

Der/ die Klassenlehrer/ in hat in der Regel ein intensives Verhältnis zu ihrer Klasse aufgebaut und wird nach Abschluss des Kurses der/ die wichtigste Ansprechpartner/ in für die Schüler/ innen bleiben. Daher setzen wir auf die Bereitschaft zur Kooperation und regelmäßiger Reflexion. Der Rahmen des Sozialtrainings bietet vielleicht auch die Möglichkeit, einige noch unbekannte Methoden mit in den Unterricht einzubauen.

Inhalte

Die Methoden sind alters- und situationsangemessen konzipiert.

Das Training ist von seinem Aufbau in drei inhaltlichen Modulen ( Schlüsselkompetenzen) untergliedert.

Wir verwenden Methoden, die sowohl intensivere Gruppenarbeiten ( kleine Teams), Lernen in der Großgruppe als auch Einzelarbeit ( zur individuellen Reflexion und Wahrnehmung) ermöglichen.

Unter anderem gehören zum Sozialtraining:

  • Kooperationsübungen
  • Vertrauensübungen
  • Visualisieren von Gruppenprozessen und Gruppenarbeiten
  • Modifizierte Rollenspielsituationen
  • Bewegungsspiele
  • Konzentrations- und Entspannungsübungen
  • Fremd- und Eigenwahrnehmungsübungen
  • Reflexionsgespräche mit den Lehrkräften
  • wertschätzende Kommunikation

Wir betrachten jede Klasse und ihre Situation gesondert und gehen auf deren individuelle Probleme und Bedürfnisse innerhalb des Trainings ein.

Zielsetzungen des Sozialen Kompetenztraining

Das Sozialtraining soll bestehende soziale Schwierigkeiten aufdecken, reflektieren und verändern. Kulturelle Unterschiede, geschlechtsbezogene Interessen, individuelle Stärken und Schwächen finden in diesem Seminar Raum, um sich selbst und jede ( n) Mitschüler/ in neu entdecken zu können. Die Kinder können in den 24 Projektstunden ihre Einstellungen, Sichtweisen und Gefühle transparent machen und damit auch die Möglichkeit bekommen, ihre individuelle Rolle in der Klasse zu entdecken und von einer positiven Gruppendynamik aufgefangen zu werden.

Zusammengefasst sind die Zielsetzungen u.a.:

  • Stärkung einer positiven Gruppendynamik
  • Verbesserung der individuellen sozialen Kompetenzen
  • Stärkung des Ich, insbesondere bei unsicheren Kindern u. Jugendlichen
  • Entwicklung geeigneter Konfliktlösungsstrategien

Rahmenbedingungen „SOFI“- Sozial und fit

Das Training findet einmal wöchentlich während der Schulzeit statt und wird von zwei Kursleitern ( Frau & Mann) über einen Zeitraum von 24 Wochen, jeweils 45Min., durchgeführt.

… für weitere und nähere Infos, rufen Sie uns an!